Punta Cana – Dominikanische Republik

Wie bei meinem letzten Urlaub wurde der Transfer von der LTU (jetzt Air Berlin) übernommen. Wir hatten im Internet ein Last-Minute-Angebot gebucht. Die Buchung war recht abenteuerlich, da ich als Bestätigung nur eine formlose E-Mail und eine Rechnung ohne Anschreiben bekommen habe. Bis ich meine Reiseunterlagen in der Hand hatte, war ich mir nicht sicher, ob mein Geld nun auf dem Konto von Aero Travel Service GmbH auf nimmer Wiedersehen verschwunden war. Der Preis war zwar unschlagbar, aber wer keine starken Nerven hat, sollte lieber bei einem professionellen Anbieter buchen. Das Angebot (Veranstalter war FTI) nannte sich Fiesta Roulette, was bedeutet, dass man in eines der drei Fiesta-Hotels in Punta Cana kommen wird. Wie ich im Vorfeld selbst aus dem Netz erfahren habe, landet man fast immer im Fiesta Beach Resort (jetzt Grand Palladium Ressort). So war es dann auch bei uns gekommen. Die Anlage hielt was die Prospekte versprachen. Ein sehr schön angelegter Palmengarten in dem sich die Gebäude der insgesamt vier Hotels des Komplexes verteilen. Nach dem Willkommens-Drink ging es erst einmal aufs Zimmer, denn nach 10 Stunden Flug ist man ziemlich geschafft. Unser Zimmer lag im Erdgeschoss von einem der drei dreistöckigen Gebäude direkt am Strand. Es empfing uns mit einem muffigen Geruch, der mit einer enormen Luftfeuchte (trotz Klimaanlage) einher ging. Wir waren aber zu geschafft um uns sofort darum zu kümmern. Das Abendessen versöhnte uns dann auch erst einmal wieder, da es recht reichhaltig und lecker war. Am nächsten Tag wurde uns an der Rezeption ohne Probleme ein anderes Zimmer in der zweiten Etage zugewiesen, welches wir nach einer kurzen Besichtigung auch nahmen. Hier war nicht nur die Luft viel besser auch das Bad war ansprechender eingerichtet (bessere Armaturen und mehr Platz neben dem Waschbecken. Das beste war aber der perfekte Meerblick (Bild), den es vom Erdgeschoss natürlich nicht gab. Wie wir später festgestellt haben, scheinen alle Zimmer des Erdgeschosses unter der schlechten Luft zu leiden, also am besten gar nicht erst nehmen.

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Die anderen Mahlzeiten boten auch kaum Anlass zur Kritik, es gab immer viel Auswahl, so dass jeder Geschmack befriedigt wurde. Abwechslung war auch genug vorhanden, auch wenn es da sicher noch mehr Möglichkeiten gibt. Zum All Inclusive gehört auch die Pizzeria in der Ladenpassage vor dem Fiesta Bavaro.Wer hier allerdings mit dem Angebot einer Pizzeria in Deutschland rechnet, kann sich den Besuch sparen. Man hat die Auswahl von reichlich einer Hand voll nicht sehr origineller Pizzen und die Atmosphäre entspricht auch eher der eines Schnell-Imbiss. Die Cocktails an der Bar hingegen sind recht lecker. Sie sind zwar größtenteils schon fertig (Pina Colada, Coco Loco, Fruit Punch und Daiquiri), schmecken aber auch ohne Rum (darauf sollte man bei der Hitze möglichst verzichten) sehr gut. Auch das einheimische Bier ist recht wohlschmeckend. Die Minibar im Zimmer ist bei Ankunft gefüllt und kann ohne Kosten geleert werden, sie wird aber nicht mehr aufgefüllt. Kleine Wasserflaschen kann man sich ab 10 Uhr an der Lobby-Bar holen, bei Ausflügen also am Vorabend daran denken.
Aber nun zum Wichtigsten, dem Strand. Er ist sehr schön mit Palmen und anderen Pflanzen bewachsen und wird täglich von Algen und Ähnlichem befreit. Es gibt sehr viele Liegen, so dass man auch Nachmittags noch spontan an den Strand gehen kann und nicht im Sand liegen muss. Der rechte Bereich an der Grenze zum Fiesta Palace erwies sich als der für uns günstigste Strandabschnitt. Man hat einerseits etwas Abstand und Ruhe zur Animation und in diesem Bereich sind ein paar kleine Korallenblöcke, so dass man beim Schnorcheln einiges sehen kann. Neben vielen Fischen haben wir z.B. auch einen Aal und eine Sephia gesehen. Sehr lustig sind die kleinen Kugelfisch-Babys, die man an der Wasseroberfläche manchmal sieht. Als Taucher wollte ich aber natürlich mehr sehen, meine Erfahrungen mit den örtlichen Tauchbasen sind in einem gesonderten Bericht zusammen gefasst.
Für Freunde von Meeresfrüchten aller Art ist das Restaurant Captain Cook (Bild) zu empfehlen. Geht man am Strand ca. 5 Minuten nach rechts erreicht man dieses rustikale Erlebnisrestaurant. Hier gibt es die verschiedensten Fischarten, Krabben, Langusten und was das Meer sonst noch so zu bieten hat. Die Preise sind noch akzeptabel, aber es lohnt sich. Man kann sich aus einer gekühlten Box eines der fangfrischen Früchte des Meeres aussuchen, die dann sehr lecker gegrillt bzw. gebraten werden.
Da es nicht sehr ratsam ist sich in der DomRep ein Auto zu mieten, muss man zwangsläufig in den sauren Apfel beißen und die recht kostenintensiven organisierten Fahrten buchen. Die Fahrt in die Hauptstadt Santo Domingo muss man nicht unbedingt machen, es sei denn man ist Columbus Fan und interessiert sich für eine Kirche, die der Pabst schon zwei mal besucht hat. Der bei unserem Veranstalter (Hola Tours) enthaltene Besuch des Aquariums, ist auch kein Muss, denn es lässt etwas Pflege vermissen. Das Wasser ist recht trübe und viele Bunte Fische gibt es auch nicht zu sehen, da bieten Aquarien in Deutschland oft mehr. Die Safari per Kleinlaster (Dominicana Jones) sollte man auf jeden Fall machen, da man hier einen wirklich guten Einblick ins Leben der Landbevölkerung bekommt. Auch von der Natur sieht man hier sehr viel. Das man während der Fahrt Getränke im Becher verteilte (vor allem Rum mit Cola oder Sprite) war nicht so unser Ding, denn die Hälfte davon landete nicht im Mund sondern auf den Sachen (kein Wunder bei den Straßen). Ein weiterer sehr empfehlenswerter Ausflug nennt sich Karibik pur (bei anderen Veranstaltern auch anders). Dabei geht es per Bus nach Bayahibe und dann mit dem Katamaran an einen wunderschönen Strand der Insel Saona. Nach dem Mittagessen unter Palmen geht es dann per Speedboot noch zu einer schönen Schnorchelstelle. Bei den ganzen Ausflügen werden natürlich ausreichend Geschäfte besucht, wo man sein Geld los werden kann. Wer sich für Zigarren interessiert sollte das Angebot der Reiseleitung (FTI, ob es andere auch anbieten weiß ich nicht) nutzen, eine Zigarrenmanufaktur zu besuchen. Die ganze Sache kostet nichts und man bekommt von dem deutschen Eigentümer eine super Erklärung über den Herstellungsprozess. Er freut sich natürlich, wenn man dann auch einige Zigarren bei ihm kauft. Die Preise sind im Vergleich zu anderen Geschäften gut und man kauft nicht die Katze im Sack.
Von den meisten Hotels in der Umgebung gibt es einen kostenlosen Shuttle-Service, der einen zum Manati Park bringt. Hier können Papageien, Schildkröten und andere Tiere der Region besichtigt werden. Eine Delphinshow wird ebenfalls angeboten. Die Bedingungen für die Delphine sind aber Tierquälerei. Die Becken sind sehr klein und die Musik des Programms empfand ich als viel zu laut, für das empfindlichere Gehör der Delphine muss es eine Qual gewesen sein. Man sollte diesen Park boykottieren, einerseits um die Tierquälerei nicht zu unterstützen und andererseits ist der Eintritt von 25 Dollar je Person nicht gerechtfertigt. Wären wir darüber vorher informiert gewesen, hätten wir uns das erspart.
Die Dominikanische Republik ist touristisch sehr gut erschlossen, was seine Vor- und Nachteile hat. Mir persönlich hat das natürlichere Umfeld auf Kuba besser gefallen. Die Dominikanische Republik ist aber auf jeden Fall eine Reise wert.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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