Agadir – Marokko

Ende Sommer 1994 machte ich eine Reise nach Agadir, wo wir im Hotel Les Almohades wohnten. In diesem Urlaub wurde meine Leidenschaft für den Afrikanischen Kontinent geweckt.Die Mentalität ist nicht mit der europäischen, geschweige denn mit der deutschen vergleichbar. Marokko ist ein islamischer Staat, wobei die Menschen mit dem Islam relativ locker umgehen. Von solchen radikalen Auslegungen wie in einigen arabischen Länder sind sie also weit entfernt. Im Landesinneren ist man aber sicher bei weitem nicht so offen wie in den touristisch erschlossenen Gebieten, die ich besucht habe.
Jetzt aber erst einmal etwas zur Geographie des Landes. Marokko liegt am nordwestlichen Zipfel von Afrika. Die Kanarischen Inseln liegen auf der selben Höhe nur noch ein Stückchen westlicher inmitten des Atlantischen Ozeanes. Marokko wird im Westen also vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer begrenzt. Die Hauptstadt von Marokko ist Rabat. Eine weiter wichtige Stadt des Landes ist Casablanca (dürfte jedem aus dem gleichnamigen Film bekannt sein), die zugleich die größte Hafenstadt des Landes ist.

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Auf dem ersten Bild ist die Gartenanlage unseres Hotels zu sehen. Sie wird zu Recht als die schönste Anlage Agadirs bezeichnet. Nach marokkanischer Einstufung erhält das Hotel 4,5 Sterne, nach dem deutschen Maßstab sind meiner Meinung nur 3 gerechtfertigt. Die Atmosphäre ist aber trotzdem die eines gehobenen Hotels. Wer wirklich Luxus in Agadir möchte, der sollte sich gleich im Agadir Beach Club einquartieren. Das zweite Bild Zeigt mich bei einer ganztägigen Jeepsafari in den Antiatlas. Die Fahrweise ist wie auch in Gambia (und sicher auch dem restlichem Afrika) recht abenteuerlich, aber relativ ;-) sicher. Nach meinen Erfahrungen unterscheiden sich die verschiedenen Jeepsafaris kaum voneinander. Ein Eselsritt ist in der Regel immer dabei. Da man mit den Eseln ziemlich steile Berge hinauf- bzw. auch wieder herunterklettert sollte man sich auf alle Fälle gut festhalten. Wenn jemand Höhenangst hat, wird diese durch das erhabene Sitzen auf einem dieser Esel natürlich noch verstärkt. Den Abschluß unserer Safari bildete eine kleine Verfolgungsjagt, die wir uns mit den anderen beteiligten Jeeps lieferten, durch die Dünenlandschaft der marokkanischen Atlantikküste. Wenn man wie wir auch nur einen Badeurlaub in Agadir gebucht hat, sollte man auf jeden Fall eine der angebotenen Ausflüge nach Marakesch machen. Hier kann man ein Stückchen Orient live erleben. Den großen Markt im Zentrum sollte man möglichst nur mit Führer erkunden. Wenn man sich doch allein auf den Weg machen will, sollte man auf jeden Fall viel Zeit und ein dickes Fell mitbringen. Ein Mitglied unserer Truppe hatten wir bei dem Rundgang verloren und trafen ihn erst viel später mit allerlei Mitbringseln (etliche Ketten, 10 Gürtel usw.) wieder. Er hatte sich seinen Ausweg aus dem Labyrinth des Marktes also erkauft. Beim Einkaufen ist natürlich wie in allen südlichen Ländern Handeln Pflicht, wenn man nicht ein mehrfaches des realen Preises zahlen will. Solange der Händler einem noch freundlich verabschiedet hat man zuviel bezahlt. Wir hatten es beim Kauf von ein paar T-Shirts soweit getrieben, daß er uns die Ware nur noch stumm in eine Tüte packte, und wir ohne eines Grußes den Laden verließen.

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