{"id":497,"date":"2008-06-08T16:22:08","date_gmt":"2008-06-08T14:22:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falk-baumann.com\/?p=497"},"modified":"2013-04-11T21:19:20","modified_gmt":"2013-04-11T19:19:20","slug":"alberta-british-columbia-canada","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.falk-baumann.com\/?p=497","title":{"rendered":"Alberta, British Columbia &#8211; Canada"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wieder einmal ein Urlaub ohne Tauchen, aber mit ganz viel fantastischer Natur, das versprach ein Trip in den Westen Kanadas und die Erwartungen wurden mehr als erf\u00fcllt.<br \/>\nEin Freund von uns lebt seit fast 3 Jahren in Calgary und da lag es nat\u00fcrlich nahe ihn zu besuchen. Als er uns auch die M\u00f6glichkeit <!--more-->der Unterbringung bei ihm anbot, haben wir nat\u00fcrlich nicht nein gesagt. Daf\u00fcr noch mal einen riesen Dank an Dekan &amp; Jenny.<br \/>\nDer Hinflug mit Lufthansa \u00fcber Frankfurt verlief recht angenehm, da die Maschine bereits mit dem neuen Entertainmentsystem ausgestattet war und so jeder Fluggast seinen eigenen Monitor mit freier Filmwahl hatte. Nach der Landung und der ersten Begr\u00fc\u00dfung durch unsere Gastgeber ging es dann zur Mietwagenzentrale, denn wir wollten ja in den 3 Wochen viel sehen.Damit die vielen geplanten Kilometer nicht zu anstrengend werden, hatten wir ein Mittelklassefahrzeug reserviert. Am Schalter angekommen fiel uns gleich wieder die lockere Art der Kanadier auf und wir mussten kurz \u00fcber den vermeintlichen Scherz &#8222;Wie w\u00e4re es mit einem Mustang GT?&#8220; lachen, aber es war kein Witz. So kamen wir auf dem Parkdeck an und nahmen unseren roten Ford Mustang GT mit ganzen 15km auf der Uhr in Empfang.<br \/>\nBeim Anlassen stellte sich sofort\u00a0ein Grinsen in unseren Gesichtern ein, was auch die n\u00e4chsten Wochen nicht wirklich verschwand. Die Musik, die 8 Zylinder aus 4,6l Hubraum zaubern ist schon was ganz feines. Das wir mit 300PS nicht untermotorisiert waren, brauche ich sicher nicht erw\u00e4hnen.Wie wir vom Flugzeug aus bereits gesehen hatten, erstreckt sich Calgary \u00fcber eine recht gro\u00dfe Fl\u00e4che und ist allgemein sehr flach von den H\u00e4usern her. Die Ausnahme bildet Downtown, das Zentrum von Calgary. Hier steht ein Hochhaus neben dem anderen, wobei es sich zum gr\u00f6\u00dften Teil um B\u00fcrogeb\u00e4ude handelt. Diese werden wiederum zu 80% von der \u00d6lindustrie genutzt. Durch den \u00d6lboom der letzten Jahrzehnte hat sich Calgary den zweiten Platz bei den B\u00fcromieten in ganz Nordamerika erk\u00e4mpft. Es ist also ein teures Pflaster, weshalb auch hier sehr in die H\u00f6he gebaut wird.<br \/>\nDas Wetter war die ersten Tage sehr warm und es gab keinen Grund zum klagen, da uns versichert wurde, dass es nur 2-3 Tage im Jahr regnet, gingen wir auch davon aus, dass es so bleiben w\u00fcrde. Dem war leider nicht so. Zum Gl\u00fcck konnten wir die ersten Tage f\u00fcr wundersch\u00f6ne Ausfl\u00fcge in die nahe gelegenen Rocky Mountains nutzen. Unser erster Ausflug f\u00fchrte uns in die Rocky Mountains, wo wir \u00fcber Canmore und Banff bis nach Lake Louise gefahren sind. Sobald man Calgary auf dem Trans Canada Highway (TCH) Richtung Westen verl\u00e4sst kann man bereits die schneebedeckten Gipfel der Rockies sehen, je n\u00e4her man kommt, um so beeindruckender wird die Landschaft. Nach jeder Kurve wurden die Augen gr\u00f6\u00dfer, das muss man einfach gesehen haben. Das Tempolimit von 110 km\/h kam uns da durchaus entgegen, so hatte man genug Zeit zum Schauen und unser Mustang lies sich so mit ca. 9l\/100km bewegen, was ein netter Nebeneffekt war. Ab und zu haben wir den Pferden aber trotzdem etwas Auslauf geg\u00f6nnt&#8230;<br \/>\nEin weiterer Ausflug f\u00fchrte uns zum Columbia Icefield. Diese gro\u00dfe Gletscherlandschaft ist \u00fcber eine der sch\u00f6nsten Strecken, dem Icefield Parkway, zu erreichen. Hier wird wie so oft in Kanada der Weg zum Ziel.<br \/>\nDie Kosten f\u00fcr eine Fahrt auf dem Gletscher sind mit 38$ pro Person nicht ohne, aber man ist ja im Urlaub. Auch sonst ist Kanada kein preiswertes Pflaster, aber durch den g\u00fcnstigen Dollarkurs bleibt alles im Rahmen.<br \/>\nEin weiterer Ausflug f\u00fchrte uns ca. 180km s\u00fcdlich von Calgary zu einem Open-Air Museum \u00fcber die Zeiten, in denen die Indianer noch B\u00fcffel gejagt haben. Dazu wurden die B\u00fcffelherden einen Felsabgrund hinabgetrieben, diesen Sturz \u00fcberlebten sie nat\u00fcrlich nicht und so hatten viele Ureinwohner wieder Fleisch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum. Diese Sehensw\u00fcrdigkeit tr\u00e4gt den aussagekr\u00e4ftigen Namen\u00a0<a title=\"Head-Smashed-In Buffalo Jump\" href=\"http:\/\/history.alberta.ca\/headsmashedin\/default.aspx\" target=\"_blank\">Head-Smashed-In Buffalo Jump<\/a>.<br \/>\nDa man im Urlaub auch ab und an mal Shoppen geht, haben wir nat\u00fcrlich auch einen Abstecher in die weltgr\u00f6\u00dfte Einkaufsmall nach Edmonton, die\u00a0<a title=\"West Edmonton Mall\" href=\"http:\/\/www.wem.ca\" target=\"_blank\">West Edmonton Mall<\/a>, gemacht. Die Hauptstadt der Provinz Alberta, Edmonton, liegt ca. 300km n\u00f6rdlich von Calgary. Da es an diesem Tag nur geregnet hatte, haben wir von Edmonton leider nicht viel mehr als die Mall gesehen, dort war es immerhin trocken. Neben den Gesch\u00e4ften, die es in \u00e4hnlicher Form auch in jeder anderen Mall gibt, bietet die WEM ein Erlebnisbad, eine Indoor-Achterbahn und \u00e4hnliche Attraktionen an, davon abgesehen bietet sie nichts, was man unbedingt gesehen haben muss.<br \/>\nDa wir ja gen\u00fcgend Zeit hatten, war eine Reise durch die Rockies nach Vancouver nat\u00fcrlich ein Muss. Die Fahrt durch die einmalige Landschaft in einem Ford Mustang war alleine schon Grund genug f\u00fcr diese Tour. Auf der Hinreise machten wir einen Zwischenstop in Salmon Arm. Die Stadt liegt am s\u00fcdlichen Ende des sehr sch\u00f6n gelegenen Shuswap Lake. Unsere Fahrt f\u00fchrte uns durch Kamloops entlang des Fraser Rivers, einem zu dieser Jahreszeit rei\u00dfenden Flusses nach Vancouver, der gr\u00f6\u00dften Stadt der Provinz British Columbia. Vancouver liegt zwischen Meer und K\u00fcstengebirge, auf dessen Gipfeln noch Schnee zu finden war. In Downtown, welches auf einer Halbinsel liegt, gibt es auch hier wieder eine Ansammlung vieler Hochh\u00e4user. Hier liegt ebenfalls das zweitgr\u00f6\u00dfte Chinesenviertel Nordamerikas und man hat hier die M\u00f6glichkeit authentische chinesische K\u00fcche zu geniessen. Am Ende der Halbinsel liegt die gr\u00fcne Lunge der Stadt, der Stanley Park. Hier ist auch das bekannte Vancouver Aquarium zu finden, wo es f\u00fcr Freunde der Unterwasserwelt viel zu sehen gibt.\u00a0Die Verbindung zum Norden Vancouvers wird durch die Lions Gate Bridge hergestellt (Foto). Ebenfalls im Norden findet man den Lynn Canyon Park, wo eine sehr sch\u00f6ne H\u00e4ngebr\u00fccke \u00fcber den 50m breiten Lynn Creek Canyon f\u00fchrt. Wenn man einmal in Vancouver ist, sollte man auf jeden Fall einen Ausflug nach Vancouver Island machen &#8211; und wenn es nur f\u00fcr einen Tag ist. Mit der F\u00e4hre ging es von Tsawwassen innerhalb von ca. 1,5 Stunden durch eine wundersch\u00f6ne Insellandschaft nach Swartz Bay. Von hier aus geht es s\u00fcdlich nach Victoria, der Hauptstadt der Provinz British Columbia.<br \/>\nUm von der Insel etwas zu sehen, entschieden wir uns f\u00fcr eine kleine Rundreise entlang der Pazifikk\u00fcste bis Port Renfrew. Von hier aus ging es dann quer durch die Insel auf teilweise recht abenteuerlichen Strassen. Von Nanaimo ging es dann wieder mit der F\u00e4hre ans Festland.<br \/>\nAuf der R\u00fcckfahrt nach Calgary schlugen wir diesmal eine andere Route ein. Die Hinfahrt \u00fcber den Highway 1 war ca. 1000km lang, die R\u00fcckfahrt \u00fcber den Highway 3 war mit 1300km etwas l\u00e4nger, aber nicht minder reizvoll. Die Strecke f\u00fchrt sehr nah an der Grenze zu den USA vorbei durch sehr fruchtbare Gebiete, unter anderem eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Kanadas &#8211; das Okanagan Valley. Hier herrschen im Sommer trockenhei\u00dfe 30 Grad und mehr, eine willkommene Abwechslung.<br \/>\nUnseren Zwischenstop haben wir in Nelson am Kootenay Lake gemacht, einem sehr sch\u00f6n gelegenem Ort, wo durch viele Studenten auch immer etwas los ist (Partyhochburg). Am Ufer des Sees entlang kommt man nach Balfour. Von hier aus kann man mit der l\u00e4ngsten kostenlosen F\u00e4hrfahrt in Nordamerika an das Ostufer des Sees gelangen.<br \/>\n\u00dcber Cranbrook gelangt man wieder in die Rocky Mountains. Mit Fernie liegt ein sehr bekannter Wintersportort auf der Route, bis man in Crowsnest wieder die Provinz Alberta erreicht hat. In Crowsnest gibt es ein sehr sch\u00f6n gelegenes Restaurant etwas abseits der Strasse, wo wir ein sehr nettes schweizer Ehepaar kennen gelernt haben.<br \/>\nAuf der 22 ging es dann wieder nach Calgary zur\u00fcck. Hier haben wir uns in unserer letzten Woche noch den Zoo (der gr\u00f6\u00dfte Kanadas) und das milit\u00e4rhistorische Museum angeschaut haben. Wir haben in den 3 Wochen einen guten \u00dcberblick \u00fcber den Westen Kanadas bekommen, aber wissen auch, dass man hier noch viel mehr Zeit verbringen kann, ohne das es langweilig wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder einmal ein Urlaub ohne Tauchen, aber mit ganz viel fantastischer Natur, das versprach ein Trip in den Westen Kanadas und die Erwartungen wurden mehr als erf\u00fcllt. 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